Das Frankenphone: Samsung Galaxy K Zoom

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Samsung versucht seit geraumer Zeit, Smartphone und Digiknipse zu kombinieren. Die ersten beiden Iterationen sahen mehr nach Kompaktkamera aus, hatten sogar ein Stativgewinde und waren mit fast 30mm richtig fett. Als letztes und neuestes Modell dieser Reihe ist das Galaxy K Zoom anzusehen. Es trägt nicht mehr das verwirrende “S” im Namen (der Vorgänger hieß “Galaxy S4 Zoom”, war aber schlechter ausgestattet). Hinsichtlich Prozessor, Speicher und Display ist das Galaxy K Zoom etwas besser ausgestattet als das S3 Neo.

Dick, aber noch handlich, an der Kamerabeule fast 21mm tief.

Dick, aber noch handlich, an der Kamerabeule fast 21mm tief.

Der Clou ist natürlich die Digitalkamera mit echter Linsenoptik und zehnfachem optischem Zoom. Die bringt die Dicke des Telefons auf 17 bis 21mm – also deutlich mehr als die heute üblichen weniger als 10mm bei schicken Smartphones. Das Galaxy K Zoom spricht also einen absoluten Nischenmarkt an: Nutzer, die viel fotografieren, nicht immer eine separate Digitalkamera mitnehmen möchten und denen Handykameras ohne optischem Zoom und mit LED-Fotoleuchte zu schnell an die Grenzen stoßen. Diese Zielgruppe bedient das Galaxy K Zoom ganz gut: Die Digitalkamera ist dann, wenn der Zoom benötigt wird oder die Lichtverhältnisse schlecht sind, um Längen besser als sonst bei Smartphones üblich, allerdings reicht sie nicht an Top-Kompaktkameras heran: Erwartet Fotos auf dem Niveau von 100-Euro-Digiknipsen.

Meine Frau passt genau in die Zielgruppe und hat sich daher das Galaxy K Zoom gekauft – sie transportiert es sowieso meist in der Handtasche, so dass die Dicke nicht so sehr ins gewicht fällt. Und für bessere Fotos sind 70 Gramm Mehrgewicht tragbar.

Offenbar hat Samsung den Markt für Smartphone-Kamera-Hybriden überschätzt: Diese Woche gibt es bei Mediamarkt das Samsung Galaxy K Zoom in weiß, blau oder schwarz für 222€. Der Preis gilt für den Onlineshop, weist man die Verkäufer allerdings auf den günstigen Preis im Laden hin, gibt es das Telefon für 222€ statt 419€. Amazon listet das Frankenphone noch zu 280€, aber ich gehe davon aus, dass viele Amazon-Händler bald nachziehen.